Zum Inhalt

Content Management Systeme für kleine Webseiten

WordPress hier, WordPress da. Bei fast jeder CMS Auflistung stehen die großen Content Management Systeme wie Drupal, WordPress, Joomla oder Typo3 immer an erster Stelle. Nicht so bei mir. Ich lege viel Wert auf kleine Nischen CMS die schnell installiert werden können, einfach zu bedienen sind und Potenzial haben. Nur weil diese nicht so bekannt sind wie die großen, heißt es noch lange nicht das diese nichts Wert sind.

In dieser Auflistung stelle ich meine Favoriten für das Jahr 2016 vor. Alle Content Management Systemen habe ich selber ausprobiert. Teilweise habe ich auch für einige ein eigenes Template oder eine Erweiterung entwickelt.

cms2day

cms2day
cms2day

Ein alter Platzhirsch für kleine bis mittelständige Seiten ist in meinen Augen das Made in Germany CMS cms2day. Entwickelt wird das System unter anderem von Matthias Müller.

Gedacht ist cms2day für privat Personen, Vereine oder kleine bis mittelständige Firmen Webseiten. Dank der Unterstützung von Modulen und Erweiterungen lässt sich das CMS umfangreich erweitern. Wer sich in den Code einliest kann auch eigene Erweiterungen oder Templates programmieren.

Voraussetzungen

  • PHP 5.6 [1]
  • MySQL Datenbank
  • .htaccess (Apache) [2]

Support

Geholfen wird einem über das Forum, per E-Mail oder Support Kontaktformular.

Lizenz

Das System hat eine eigene Lizenz, ist fast 100% Open Source[3] und kostenfrei erhältlich. Gewerbliche oder Private Seiten können eine Lizenz für 99,00€ bzw. 49,00€ kaufen. Mit einer Lizenz werden alle cms2day Hinweise entfernt und kostenpflichtige Erweiterungen sind günstiger.

Hinweis:

[1] PHP 7 ist in Arbeit
[2] Auch funktionsfähig unter nginx
[3] In cms2day ist die Konfigurationsdatei verschlüsselt.

GetSimple

GetSimple
GetSimple

Vor den ganzen kleinen neuen Content Management Systeme ohne Datenbank war GetSimple schon lange groß. Gesetzt wird auf XML-Dateien in denen alle Einstellungen und Seiten gespeichert werden. Erschaffen wurde das CMS von Chris Cagle für kleine Firmen Webseiten. Der Code ist Open Source auf Github.com verfügbar.

Voraussetzungen

Support

Da GetSimple von einer Community entwickelt wird, ist die Unterstützung natürlich sehr groß. Geholfen wird einem auf Github, Gitter (Github Chat), im Forum oder im Wiki.

Lizenz

GetSimple steht unter GNU GPL Lizenz.

Hinweis
[1] System Voraussetzung ist Apache. Unter Windows Server oder Nginx läuft GetSimple mit ein paar Einschränkungen.

bludit

bludit

Ziemlich frisch, aktiv in der Entwicklung und vom Blog-System nibbleblog stammend ist das Content Management System bludit. Dieses setzt nicht auf Markdown Dateien, sondern auf JSON und kommt mit zahlreichen Plugins und Themes daher. Entwickelt wird das ganze von dem argentinier Diego Najar.

Vorraussetzungen

  • Apache / Lighttpd / nginx
  • Apache Modrewrite
  • PHP 5.3 oder höher
  • PHP – mbstring
  • PHP – gd (Image Processing and GD)
  • PHP – dom (Document Object Model)
  • PHP – json

Support

Bludit ist Open Source und hat ähnlich wie GetSimple eine offene Community die das System betreut und auch gerne weiterhilft. Hier wird einem direkt auf Github, im Git Chat Gitter oder im Forum geholfen.

Lizenz

Dieses CMS steht unter MIT Lizenz.

Hinweis
Das System funktioniert einwandfrei unter nginx mit PHP 7 und PHP-FPM.

Diese drei sind meine Favoriten. Zwei weitere Content Management Systeme die ich gerne benutze sind getkirby und anchorcms. Viel Wert lege ich immer kleine anpassbare Systeme, die leicht durch Plugins erweitert werden können. Die großen wie WordPress, Drupal oder typo lasse ich ganz bewusst außen vor.

Ich hoffe euch gefällt die Liste. Welche Systeme verwendet ihr? Ist WordPress eure Nummer eins? Was ist euch wichtig?

Share This:

Published inOpen SourceWeb Tipp

11 Comments

  1. Meine Lieblings-CMS sind Coleslaw und Pelican. Wichtig ist mir, dass mir ein CMS nicht auf die Nüsse geht und man damit gut bloggen kann. WordPress nutze ich nur noch aus Faulheit…

    • Zu Coleslaw kann ich nichts finden. Aber Pelican ist auch eine nette Sache. Mal ein CMS auf python Basis. Gefällt mir!

  2. Ich habe einige Seiten mit Yellow am Laufen. Basiert komplett auf PHP und Markdown-Dateien, die auch über ein kleines Webinterface editiert werden können. Yellow ist sehr leicht einzurichten, also ohne Composer und dergleichen, sollte daher auch ohne besondere Anforderungen auf Shared-Webhosting-Umgebungen laufen. Die Plugin-Api ist relativ leicht verständlich, viel lernt man auch durch Studieren der existierenden Plugins auf Github. Nachteil: Theming-Freaks kommen nicht gerade auf ihre Kosten, da Yellow momentan etwas unflexibel in dieser Richtung gestaltet ist. Der endgültige Weg ist hier aber noch nicht gefunden, hin und wieder ändert sich die Konfigurations- und Verzeichnisstruktur.

    • Von Yellow habe ich schon einiges gehört. Live im Frontend editieren mag ich nicht gerne, Yellow hat es aber gut umgesetzt. Ich werde das CMS auf jeden Fall ausprobieren.

  3. Ich persönlich bin inzwischen ein Fan von Bolt CMS. Obwohl es auch ein ziemlicher Brocken ist, ist es bei mir deutlich schneller als WordPress und verbraucht auch weniger Resourcen. Allerdings erfordert Bolt auch einige Einarbeitungszeit (z. B. bei den Routen). Dafür sind die Templates dank Twig deutlich einfacher zu bauen als z. B. mit WordPress. Sofern ich über Weihnachten und Neujahr die Zeit finde, werde ich damit WordPress ablösen.

  4. Als ich nach einer WordPress-Alternative suchte sah auch chyrp (https://github.com/chyrp/chyrp) recht vielversprechend aus. Letzten Endes bin ich dann aber bei einem statischen Blogcompiler hängen geblieben.

  5. Ich verstehe erhlich gesagt gar nicht, warum man bei so kleinen Projekten überhaupt ein CMS einsetzen möchte. Typischerweise werden die Vereinswebseiten oder ähnliche einmal erstellt und dann lange Zeit überhaupt nicht mehr editiert. Darum setze ich fast ausschließlich auf statische HTML Seiten, die mit Jekyll (https://jekyllrb.com/) erstellt werden. Wenn es ein Blog sein soll komme ich immer gut mit Ghost (https://ghost.org/) zurecht.

  6. Wer einfach nur bloggen möchte, ghost aber zu kompliziert in der Einrichtung erscheint, kann sich mal Leafpub (https://leafpub.org) anschauen.

    • Danke für den Tipp. leafpub sieht sehr einfach und dennoch umfangreich aus. Die Software probiere ich gleich mal aus.

      • Das freut mich 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.