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Richtig Online Bewerben per E-Mail

Vor 10 Jahren kamen nur die wenigsten auf die Idee sich per E-Mail auf eine Stellenausschreibung zu bewerben. Doch heutzutage ist es gang und gebe sich Online über das Netz per E-Mail bei einem Unternehmen zu bewerben. Wie bei der postalischen Bewerbung muss allerdings auch bei der Online Variante auf eine Fehlerfreie Bewerbung geachtet werden. Welche Formfehler es gibt und wie diese zu vermeiden sind möchte ich in diesem Artikel erläutern.

Der Betreff

Das erste was der Personaler in seinem E-Mail Postfach sieht ist der Betreff. In diesem solltest du nicht nur stumpf „Bewerbung“ schreiben, denn ein aussage kräftigerer Betreff ist das A und O einer Online Bewerbung. So ist es sinnvoll die Position, auf die du dich bewirbst, oder den eigenen Namen mit in den Betreff aufzunehmen. Um die Gestaltung des Betreffs zu vereinfachen habe ich drei positiv Beispiele aufgelistet:

  • Bewerbung als Softwareentwickler/in
  • Max Mustermann – Bewerbung als IT-Administrator
  • Bewerbung Max Mustermann – IT Berater – Kennziffer 168-9849

Wie in den drei Beispielen zu sehen, sollte immer die Position mit im Betreff stehen. Steht der eigene Name mit im Betreff, so hat der Personaler sofort deinen Namen im Gedächtnis und kann sich schneller an deinen Namen erinnern.

Die Absender Adresse

Neben dem Betreff steht natürlich die Absender-Adresse im Vordergrund. Da sich das Internet immer mehr personalisiert, sollte sich natürlich auch dein Name in der E-Mail Adresse befinden. Ein Pseudonym wie tiger94@yahoo.com sollten auf gar keinen Fall verwendet werden! Wenn du keine E-Mail Adresse mit deinem Namen besitzt, dann registriere dir am besten eine persönliche E-Mail Adresse. Der Vorteil bei den meisten E-Mail Anbietern ist dabei, dass man sich einfach neue Adressen über einen bestehen Account anlegen kann. Dies geht zum Beispiel ohne Probleme bei gmx.de, web.de, outlook.com oder yahoo.com.

Hier wieder drei Beispiele wie deine E-Mail Adresse idealerweise aussehen sollte:

  • max.mustermann@web.de
  • mustermann.max@yahoo.com
  • m.mustermann@outlook.com

Der Empfänger

Die meisten Unternehmen haben auf ihrer Karriere Seite einen Ansprechpartner der Personalabteilung hinterlegt. Sollte dies nicht der Fall sein, muss du dich nach dem richtigen Ansprechpartner erkundigen. Das kann über zwei Wege erfolgen:

  1. Ein kleiner Anruf kann die benötigten Informationen in wenigen Minuten ans Tageslicht bringen
  2. Du sendest deine Bewerbung an die Kontakt E-Mail Adresse des Unternehmens. Diese ist in den meisten Fällen im Impressum hinterlegt bzw. lautet meistens info@unternehmen.tld oder kontakt@unternehmen.tld.

Anrede, Inhalt und Grußformel

Wie bei einem richtigen Brief gehört auch in eine E-Mail immer eine Anrede mit einer abschließende Grußformel dazu. Wie in meinem Beispiel darf die E-Mail auf gar keinen Fall geschrieben werden:

Hallo

Im Anhang finden Sie meine Bewerbungsunterlagen.

LG Nico

Was muss in der E-Mail stehen?

Wer genau hinsieht findet neben einer falschen Anrede und Grußformel noch einen kleinen Fehler im Text. Doch zuerst zur Anrede. Bei der Anrede ist es wichtig diskret zu bleiben und nicht einfach mit „Hallo“ anzufangen. Kennt man den Ansprechpartner nicht, schreibt man also am besten „Sehr geehrte Damen und Herren“ in die Anrede. Ansonsten wird natürlich immer der Ansprechpartner genannt, z.B.: „Sehr geehrte Frau Kobes“.

In der E-Mail selbst braucht nicht viel Text stehen. Allerdings sollte nicht nur auf die Bewerbungsunterlagen hingewiesen werden, sondern auch auf die Stellenbezeichnung auf die du dich bewirbst und ein kurzes Bewerbungsschreiben schadet nie.

Die abschließende Grußformel darf natürlich auch nicht fehlen. Hier darf auf gar kein Fall irgendeine Abkürzung, wie in meinem Beispiel zu sehen, stehen. Vielmehr sollte immer eine höfliche Grußformel wie „Mit freundlichen Grüßen“ vorhanden sein.

Der Anhang

Nein mit Anhang ist nicht die Freundin oder der Freund gemeint, sondern die Bewerbungsunterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse, sowie Zertifikate.

Bei diesem Punkt ist darauf zu achten das die Dateien zumindest halbwegs richtig benannt sind und nicht „asdawf.doc“ heißen oder das Zeugnis als Lebenslauf benannt ist. Auch die Dateigröße ist wichtig. Einige Online Systeme können größere Anhänge (ab 10MB) nicht verarbeiten bzw. lehnen diese ab. Darum solltest du auf Nummer Sicher gehen und nicht mehr als 5MB an die E-Mail hängen.

Zu guter letzt: Was in deiner Bewerbung steht, wie dein Lebenslauf und Zeugnis aussieht und wie du dich präsentierst bleibt natürlich dir allein überlassen. Und wenn eine Absage dabei ist, mach dir nicht gleich in die Hose! Es gibt noch andere Unternehmen die dich wollen. 😉