Open Source Software

Der Windows-Nachbau ReactOS kommt in einer neuen Version

ReactOS, oder auch ROS genannt, ist ein Open-Source-Betriebssystem, das mit Windows-Programmen kompatibel sein soll – und wie ihr wisst, lieben Entwickler Open Source. Das Betriebssystem orientiert sich an Windows NT und hat sich zum Ziel gesetzt auch bestehende Programme problemlos auszuführen. Russland hat zum Beispiel diese Vorteile schon erkannt und begrüßt offiziell ReactOS als gute Entwicklung.

Warum eine Alternative?

Ich finde Windows hat nach wie vor einen zu hohen Marktanteil, die Fehler und Probleme bei jeder neu veröffentlichten Version sollten bei einem Unternehmen dieser Größe und Erfahrung nicht passieren. Immer wieder kommt es nach Updates der letzten Version von Windows 10 zu Problemen. Sei es mit der Geschwindigkeit oder mit Antivirusprogrammen oder gar dem Prozessor von PCs bzw. Notebooks, wie erst vor einigen Monaten.

Ein wenig mehr Konkurrenz oder preisgünstige Alternativen haben in der Vergangenheit den Platzhirschen am Softwaremarkt immer wieder gezeigt, dass es auch anders geht. Mal sehen ob der Windows-Nachbau ReactOS da ein wenig nachhelfen kann.

Das ist neu bei ReactOS

Mit dem letzten Update in der Version 0.4.9 setzen die Macher auf weitere Verbesserungen zu der Windows-Alternative. Dieses Update soll die Systemstabilität von ReactOS verbessern. Das Speichermanagement wurde überarbeitet und prüft nun nach einem Absturz automatisch das Dateisystem. Dabei werden etwaige Fehler aufgespürt und ausgebessert.

Nun kann man auch Zip-Dateien direkt im Dateimanager entpacken. Ein Treiber, der bisher den sogenannten Common Cache fast vollständig belegte, sorgte beim Kopieren großer Datenmenge für Abstürze. Das haben die Entwickler nun nach eigenen Angaben behoben. Die Möglichkeit mit der rechten Maustaste einen Ordner, bzw. eine Datei zu kopieren, zu verschieben oder zu verknüpfen kennt jeder Windows-User. Nun ist das nach dem letzten Update auch bei ReactOS möglich.

Neu in der aktuellen Version ist auch die Möglichkeit des Self-Hosting. Das war zwar bisher auch schon möglich, konnte aber nur mit einem sehr alten Kernel von ReactOS gemacht werden. Jetzt hat man offenbar bestehende Lücken geschlossen, nun kann der Windows-Nachbau sich selbst bauen. Ziel der ganzen Bemühungen ist mehr Stabilität und Sicherheit bei dem ambitionierten Software Projekt. Sicherheit ist schließlich, besonders auch wenn es um Software geht, ein Thema, das uns alle interessieren sollte.

Security

Sicherheit ist immer gefragt

Das Thema Sicherheit ist nicht nur bei Windows bzw. seinem Nachbau ReactOS wesentlich, sondern auch dann, wenn man im Internet unterwegs ist. Installiert man neue Software, sollte diese zuvor von einem aktuellen Virusscanner geprüft werden. Loggt man sich in eine Online-Gaming-Webseite wie World of Warcraft oder das PokerStars Casino ein, so achtet man auf eine sichere Umgebung und schützt seine Passwörter. Ein sicherer Router beim Spielen mit der Playstation hilft ebenfalls Kopfschmerzen zu vermeiden. Auch ReactOS hat sich somit absolute Sicherheit und Stabilität zum Ziel gemacht.

Mehr Tempo bei Updates

Wer jetzt neugierig geworden ist, was ReactOS denn tatsächlich kann, für den habe ich gute Neuigkeiten. Es gibt jetzt auch fix fertige Images. Die ladet ihr einfach herunter und schon könnt ihr mit der Installation loslegen. Bisher war das eher mühsam, die User mussten dafür eigene Tools erstellen. Auch beim Tempo der Updates möchten die Entwickler auf die Tube drücken. Zukünftig sollen diese alle drei Monate fix veröffentlicht werden. Das klingt schon ein wenig wie beim originalen Windows. Dort erwartet die Benutzer ja bei Windows 10 bekanntlich jeden Monat ein Update.

Kommentare (1)

  1. „Russland hat zum Beispiel diese Vorteile schon erkannt und begrüßt offiziell ReactOS als gute Entwicklung.“ Damit ist ReactOS bei anständigen Menschen doch bestimmt schon raus …

    Ich hatte es mir vor einigen Jahren mal in der VirtualBox angesehen und auch zwei, drei Korrekturen der deutschen Übersetzung eingereicht, v.a. im Kernel. Das war, bevor Chocolatey existierte, so weit ich weiß, also war ReactOS damals funktional „besser“ als Windows – es hatte einen grafischen Paketmanager. Leider stürzte es aber recht oft ab.

    Vielleicht sollte ich es mal wieder evaluieren.

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